Letzter Support-Monat für Windows Vista

 Am 11. April will Microsoft zum letzten Mal Sicherheits-Updates für Windows Vista veröffentlichen. Alle nach diesem Termin gefundenen Lücken bleiben ungefixt. Vista an sich läuft zwar weiter, sollte danach aber besser nicht mehr ans Internet.

Der nächste Patchday am 11. April 2017 wird der letzte für Windows Vista sein. Nach diesem Termin will Microsoft keine Sicherheits-Updates mehr für den XP-Nachfolger veröffentlichen. Vista selbst läuft zwar zeitlich unbegrenzt weiter, doch ist es nach diesem Datum empfehlenswert, solche Systeme nicht mehr mit dem Internet zu verbinden. Denn Sicherheitslücken, die nach diesem Termin neu entdeckt werden, schließt Microsoft nicht mehr.
Der Einwand, dass Vista wegen der mittlerweile nur noch sehr geringen Verbreitung kaum angegriffen werde, zieht dabei leider nicht: In Vista steckt reichlich Code, der auch in den Nachfolgern noch vorhanden ist, was dazu führt, dass so manche in neueren Windows-Versionen entdeckte Sicherheitslücke eben auch in Vista steckt — und dort nach Support-Ende ungestopft bleibt und zu Angriffen einlädt.
Auch die Mozilla-Foundation stellte mit Firefox 52 den regulären Support für Windows Vista (und XP) ein. Firefox-Nutzer unter Vista/XP werden auf das Extended Service Release (ESR) festgelegt und noch voraussichtlich bis September mit Sicherheitsfixes versorgt.

Upgrade auf Windows 7

Das Umwandeln einer Vista-Installation unter Beibehaltung aller Daten, Anwendungen und Einstellungen gelingt nur mit Windows 7, und das auch nur mit der jeweils passenden Edition: von Vista Home kann man nur auf Windows 7 Home oder Ultimate umsteigen, von Vista Business aus kommt man so nur auf Professional oder Ultimate. Eine passende Windows-7-Lizenz muss vorhanden sein.
Windows 7 wiederum lässt dann erst in einem zweiten Upgrade-Prozess in Windows 10 umwandeln, was derzeit immer noch kostenlos geht. Das Umwandeln einer 32-Bit- in eine 64-Bit-Installation ist grundsätzlich nicht möglich, so ein Umstieg erfordert grundsätzlich eine Neuinstallation. Ein direkter Umstieg auf eine neuere Windows-Version ist von Microsoft nicht vorgesehen, erfordert also ebenfalls eine Neuinstallation.
Am 14. Januar 2020 wird Windows 7 das Ende des Supports erreichen, am 10. Januar 2023 wird für Windows 8.1 Schluss sein. Windows 10 kennt dank der regelmäßigen Aktualisierungen, die sich nicht verhindern lassen („Windows as a Service“), kein Support-Ende-Datum. Ausgenommen sind hier die LTSB-Editionen, die wie gewohnt 10 Jahre Support erhalten. Microsoft veröffentlicht diese Termine alle im Lifecycle-Guide.
 
Quelle : heise.de